Jahrgangsgemischter Unterricht

 Jahrgangsgemischter Unterricht
 

• Bis vor 30 Jahren waren jahrgangsgemischte Lerngruppen in BW weit verbreitet.
Durch die Auflösung vieler kleiner Schulen verschwanden sie

• Mittlerweile stehen nicht nur organisatorische Überlegungen hinter der Idee,
Kinder in jahrgangsgemischten Lerngruppen zu unterrichten

• Die pädagogischen Überlegungen der Reformpädagogen (Montessori, Freinet...)
sind Grundlagen eines neuen Denkens

• Schule nicht als reine Lernfabrik mit der Vorstellung einer fiktiven Gleichheit in der Einheitsklasse,
sondern Orientierung am einzelnen Kind

• Bildungsplan: die individuelle Förderung von Kindern ist die zentrale Aufgabe der GS

• Das bedeutet natürlich zwangsläufig Abschied von der Vorstellung, alle Kinder gleichzeitig
und gleichschrittig denselben Stoff zu lehren

• So ist im neuen BP der Anfangsunterricht in 2 Jahre eingeteilt und nicht mehr in Klasse 1 und Klasse 2

• Die ersten beiden Schuljahre werden als pädagogische Einheit gesehen, natürlich folgt daraus die Konsequenz,
die Kinder auch gemeinsam zu unterrichten / Auch die beiden folgenden Schuljahre
werden als pädagogische Einheit betrachtet

 

 Merkmale eines Unterrichts in jahrgangsgemischten Gruppen
 

 • variable Verweildauer

• Flexibilisierung der Einschulung (?)

• Rhythmisierter Schultag

• Förderung und Forderung aller Kinder von lernschwach bis hochbegabt

• Vertiefte Kooperation mit dem Kindergarten

• Offene Unterrichtsformen

• Individualisierendes und differenziertes Lernen

 


Pädagogische Begründung
 

• Möglichkeiten des sozialen Lernens sind höher, hohes Maß an Hilfsbereitschaft
im sozialen Bereich und beim Lernen.

• Positives Selbstwertgefühl, Kinder in jahrgangsgemischten Lerngruppen steht eine
größere Vielfalt verfügbarer Rollen zur Verfügung.

• Ansetzen an individuellen Stärken, nicht an Schwächen.

• Jeder Schüler wird an seinem individuellen Lernfortschritt, an seiner Entwicklung gemessen.

• Natürliche Lernsituationen entstehen, man lernt durch Abgucken, Erfahrungen und durch Fehler.

• Sprachentwicklung der Jüngeren wird beschleunigt.

• Keine Probleme der Herkunft (Migration)

• Kein Sitzen bleiben, also auch keine Beschämung für einzelne Kinder

• Kein Schüler wird aus einer Lerngruppe ausgeschlossen

• Alle haben Zeit

• Motivation und zielstrebiges Lernen zeichnen die Gruppen aus.
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